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Der stille Killer im Mund Ihres Hundes: Parodontalerkrankung enthüllt
Wenn Sie denken, dass Mundgeruch bei Hunden normal ist, irren Sie sich. Tatsächlich ist Mundgeruch ein Zeichen dafür, dass etwas nicht stimmt. Eine der häufigsten und gefährlichsten Erkrankungen, die Ihren Hund heimlich angreifen kann, ist die Parodontitis. In diesem Artikel werden wir Ihnen zeigen, wie diese Erkrankung Ihr Haustier beeinträchtigen kann und was Sie tun können, um sie zu verhindern oder zu behandeln.
Parodontitis ist keine kosmetische Angelegenheit, sondern eine ernsthafte Gesundheitsbedrohung, die Ihr Hundes Leben beeinträchtigen kann. Laut der World Small Animal Veterinary Association kann Parodontitis das Risiko für Herzerkrankungen wie Endokarditis um das Sechsfache erhöhen.
Stellen Sie sich vor, Ihr Hund frisst plötzlich nicht mehr wie gewohnt oder zeigt Anzeichen von Schmerzen beim Kauen. Das könnte ein Zeichen dafür sein, dass er an Parodontitis leidet. Diese Erkrankung beginnt oft schon im Alter von zwei Jahren und kann bis zum Alter von fünf Jahren bei vier von fünf Hunden nachweisbar sein.
Was genau ist Parodontitis? Es handelt sich um eine chronische Entzündung des Zahnhalteapparats, die Zahnfleisch, Wurzelhaut und Zahnfach sowie im fortgeschrittenen Stadium den Zahnzement und die Kieferknochen schädigt.
Die Symptome sind oft subtil und können leicht übersehen werden. Ihr Hund könnte Mundgeruch haben, Hartfutter vermeiden oder eine veränderte Fressgewohnheit zeigen. Aber was passiert, wenn diese Erkrankung nicht behandelt wird?
### 1. Schmerzen und Unbehagen
Zahnerkrankungen können für Ihren Hund sehr unangenehm sein. Viele Hunde vermeiden es, auf der betroffenen Seite ihres Mauls zu fressen, um Schmerzen zu vermeiden, oder bevorzugen Nassfutter gegenüber Trockenfutter. Diese Schmerzen können die Lebensqualität Ihres Hundes beeinträchtigen und sogar zu Verhaltensänderungen wie Aggression oder verminderter Aktivität führen.
Ich erinnere mich an meinen eigenen Hund, der plötzlich anfing, sein Futter zu vermeiden. Zuerst dachte ich, es sei nur eine Laune, aber als ich ihn zum Tierarzt brachte, stellte sich heraus, dass er an einer fortgeschrittenen Parodontitis litt. Es war herzzerreißend, ihn so leiden zu sehen.
### 2. Erhöhtes Risiko für Herzerkrankungen
Wie bereits erwähnt, kann Parodontitis das Risiko für Herzerkrankungen wie Endokarditis erhöhen. Diese potenziell tödliche Infektion der Herzinnenhaut kann durch Bakterien verursacht werden, die von der Zahnfleischerkrankung stammen.
Stellen Sie sich vor, Ihr Hund könnte an einer lebensbedrohlichen Erkrankung leiden, nur weil Sie den Mundgeruch ignoriert haben. Es ist wichtig, dass Sie die Gesundheit Ihres Hundes ernst nehmen und regelmäßige Zahnuntersuchungen durchführen lassen.
### 3. Schneller Gewichtsverlust
Wenn die Zahnerkrankung anhält, kann es für Ihren Hund immer schwieriger werden zu fressen oder sogar dazu führen, dass das Fressen vollständig verweigert wird, da die Schmerzen beim Kauen zu groß sind. Dies kann zu einem schnellen Gewichtsverlust führen, der wiederum unzählige weitere Probleme verursacht – wenn aus der Nahrung essentielle Nährstoffe fehlen, die der Körper benötigt, um richtig zu funktionieren.
Ein schneller Gewichtsverlust bei Hunden ist immer ein Alarmzeichen. Es ist wichtig, dass Sie die Ernährung Ihres Hundes überwachen und sicherstellen, dass er genug Nährstoffe bekommt. Wenn Sie unsicher sind, wie Sie dies erreichen können, lesen Sie unseren Artikel über Tierarzt-genehmigtes selbstgemachtes Hundefutter: Gesundheit fördern und Geld sparen!
### 4. Fördert Entzündungen
Die bei einer Zahninfektion vorhandenen Bakterien regen das Immunsystem zur Abwehr an und verursachen Entzündungen. Die Entzündungsreaktion des Immunsystems tötet Bakterien ab, zerstört dabei aber auch gesundes Gewebe. Dies kann zu Gewebeverlust, Schmerzen und Infektionen in der Umgebung führen.
Entzündungen können sich schnell ausbreiten und zu schweren Komplikationen führen. Es ist daher wichtig, dass Sie die Mundgesundheit Ihres Hundes regelmäßig überprüfen lassen.
### 5. Behandlung und Vorbeugung
Die Behandlung von Parodontitis umfasst in der Regel eine gründliche Zahnreinigung beim Tierarzt, die die Reinigung der Zahnfleischtaschen einschließt. Bei Taschen bis zu einer Tiefe von 6 mm kann eine konservative Zahnreinigung durch Scaler, Küretten und Ultraschall mit anschließender Spülung der Zahnfleischtaschen mit Chlorhexidin und Politur der Zahnoberflächen erfolgen.
Tiefere Taschen können unter Schonung des am Zahn anliegenden Zahnfleischs aufgeschnitten werden, damit der Zahnbelag auch dort entfernt werden kann. Zähne, bei denen bei mindestens einer Wurzel noch mindestens 25 % des knöchernen Zahnfachs vorhanden ist, können normalerweise erhalten werden. Zähne, bei denen diese Voraussetzung nicht mehr gegeben ist, sollten gezogen werden.
Die Vorbeugung ist jedoch der beste Weg, um Parodontitis zu vermeiden. Regelmäßige Zahnuntersuchungen und eine gesunde Ernährung können viel bewirken. Es ist auch wichtig, dass Sie Ihrem Hund regelmäßig die Zähne putzen und ihn dazu ermutigen, Kauartikel zu benutzen, die die Zahnreinigung unterstützen.
### Fazit
Parodontitis ist keine Erkrankung, die man ignorieren sollte. Sie kann das Leben Ihres Hundes erheblich beeinträchtigen und zu schweren Komplikationen führen. Es ist wichtig, dass Sie die Mundgesundheit Ihres Hundes ernst nehmen und regelmäßige Zahnuntersuchungen durchführen lassen. Mit der richtigen Behandlung und Vorbeugung können Sie sicherstellen, dass Ihr Hund ein langes und gesundes Leben führt.
Denken Sie daran, dass die Gesundheit Ihres Hundes in Ihren Händen liegt. Seien Sie wachsam und handeln Sie, bevor es zu spät ist.
Wenn Sie weitere Fragen zur Mundgesundheit oder Ernährung Ihres Hundes haben, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Wir sind hier, um Ihnen zu helfen, Ihren Hund gesund und glücklich zu halten.
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